• KESCH Kooperation Eltern – Schule

      • KESCH ist die Abkürzung für die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule.

        Eine gelungene Partnerschaft von Schule und Elternhaus trägt entscheidend zum Schulklima und damit auch zum Erfolg von Unterricht und Erziehung in der Schule bei (www.isb.bayern.de/schulartspezifisches/materialien/schule-und-familie--verantwortung-gemeinsam-wahrne/). Die Kooperation befasst sich dazu mit den Fragen, was eine gute Erziehungspartnerschaft ausmacht und welche Inhalte dabei angesprochen werden.


        A. Leitgedanke


        An der Realschule am Fränkischen Dünenweg sollen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern wohl fühlen. Die Schule soll allen Beteiligten einen Raum bieten, in dem sie angstfrei und mit Freude ihren Aufgaben und Pflichten nachkommen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gehen dabei höflich, respektvoll und wertschätzend miteinander um und pflegen eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schule und Elternhaus unterstützen sich gegenseitig auf dem gemeinsamen Weg, die Kinder und Jugendlichen zu verantwortungsbewussten, eigenständigen und sozialen Menschen reifen zu lassen.


        B. Schulspezifische Gegebenheiten


         

        1. Pädagogische Schwerpunkte

        • Berufliche Orientierung
        • Förderung zum Übertritt an weiterführende Schulen
        • Gesundheitliche Erziehung
        • Leseförderung
        • Pflege des sozialen und toleranten Umgangs miteinander - Schule ohne Rassismus Schule mit Courage
        • Verantwortungsbewusster Umgang mit Medien

         

        2. Kollegium

        • Ca. 45 Lehrkräfte, mehr als die Hälfte in Teilzeit, ¾ weibliche Lehrkräfte mit vielen Kindern im Vorschulalter, junges Kollegium (2015/16)
        • in den vergangenen Jahren hohe Fluktuation im Kollegium

         

        3. Schülerschaft

        • ca. 630 SuS in 23 Klassen
        • 10% mit Migrationshintergrund, ca. 15% aus dem Stadtgebiet Nürnberg
        • teilweise hohe Klassenstärken
        • hoher Schüleranteil vom Gymnasium, ab Jahrgangsstufe 7
        • steigender Anteil an SuS mit Beratungs- und Unterstützungsbedarf

         

        4. Elternschaft

        • sehr motivierte Eltern im Elternbeirat
        • gute Unterstützung bei Schulfesten
        • geringe Informationsbereitschaft (Elternbriefe)


        5. Rahmenbedingungen

        • Viel zu wenige Klassenzimmer in der richtigen Größe (Schulhaus für 16 Klassen gebaut)
        • Viel zu kleine Pausenräumlichkeiten, Mobiliar zu wenig an die Körpergröße angepasst
        • Möglichkeiten zum Schwimmunterricht sehr stark beschränkt
        • Gute Ausstattung mit Medien und Unterrichtsmaterial
        • Offene Ganztagsschule mit zwei Gruppen


         

        C. Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung einer differenzierten Elternarbeit


        1. Qualitätsbereich Gemeinschaft

        Ziele (AKZENT-Elternarbeit)

        • In der Schule herrscht eine einladende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre
        • Die Schulgemeinschaft ist von gegenseitigem Respekt geprägt und schließt alle Beteiligten ein
        • Die Schule wird von einem gemeinsamen Selbstverständnis getragen


        Schulspezifische Situation: Willkommenskultur, Zusammengehörigkeit pflegen, Wertschätzung

        Beim ersten Kennenlernen mit der Schule (Informationsabend zum Übertritt an die Realschule) erhalten die Eltern durch die Schulleitung, die Grundschullotsin und den Elternbeirat ein ausführliches Informationsangebot. Die angebotene Kinderbetreuung umfasst vielfältige Aktionen von Sport über Musik bis zum Mikroskopieren im Biologiesaal. Die anschließende Führung in kleinen Gruppen lässt persönliche Gespräche der Eltern künftiger Schülerinnen und Schüler mit den Mitgliedern der Schulfamilie zu. Schulflyer, Jahresberichte, Informationsblätter und die Homepage (anfallende Kosten in den verschiedenen Schuljahren, Materiallisten, Fahrtenkonzept) ergänzen das Angebot.

        Der Schulleiter begrüßt in entspannter Atmosphäre die neuen SuS der 5. Klassen und ihre Eltern am ersten Schultag. Tutoren aus den höheren Jahrgangsstufen erleichtern das Ankommen in der neuen Schule. Hausaufgabentandems und Hausaufgabentafeln unterstützen die Kinder in der neuen Vielfalt der Fächer. Spinde helfen bei der Entlastung der oft schweren Schultaschen. Niedrigere Stühle und Tische sind der Größe unserer „Kleinen“ angepasst. „Bewegte Pause“ und Spielmöglichkeiten vor dem Unterricht lindern den Bewegungsdrang der SuS in den unteren Jahrgangsstufen.

        Mitglieder des Elternbeirates stehen bei den Sprech- und Informationsabenden den Eltern zum informellen Austausch zur Verfügung. Das Elternsprechzimmer und der Wartebereich sind freundlich gestaltet und mit Lektüre ausgestattet. Die Lehrkräfte bieten den Eltern im Schulhaus ihre Hilfe an.

        Zahlreiche Veranstaltungen (Elternsportstunde, vorweihnachtlicher Basar, Schulkonzerte, Sommer- und Sportfeste, Abschlussgottesdienst) tragen zum Zusammengehörigkeits-gefühl bei.

         

        Wünsche/Zielsetzung

        • Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls (Ehemaligentreffen, Wanderungen der Schulfamilie auf dem Fränkischen Dünenweg, Schul-T-Shirts, Wunschzettel als Schmuck des Weihnachtsbaums, Einladung neuer Schüler zum Sommerfest, Trinkflaschen mit Schullogo als Willkommensgeschenk)
        • Förderung für SuS mit LRS bzw. Legasthenie (angepasste Arbeitsblätter für alle SuS)

         


        2. Qualitätsbereich Kommunikation

        Ziele (AKZENT-Elternarbeit)

        • Schule, Eltern und Elternvertreter pflegen einen regelmäßigen, auch anlassunabhängigen Informationsaustausch
        • Es gibt klare, den Eltern bekannte innerschulische Zuständigkeiten für die Kommunikation
        • Schule und Eltern nutzen vielfältige Kommunikationswege und -formen zur gegenseitigen Information
        • Die Schule ist über die besonderen Lernvoraussetzungen der Kinder und Jugendlichen und – soweit diese für ihre individuelle Förderung bedeutsam ist – über ihre außerschulische Lebenssituation informiert

         

        Schulspezifische Situation: Gelegenheit für Gespräche, Erreichbarkeit, Ansprechpartner, Gesprächskompetenz, Information
        Über das Informationssystem ESIS erhalten die Eltern die Informationen der Schule. Neben den allgemeinen Elternbriefen und Einladungen sind es auch Informationen, die Jahrgangsstufen oder auch einzelne Klassen betreffen. ESIS wird auch für die Buchung von Sprechzeiten bei den Elternsprechabenden verwendet. Neben den Elternsprechabenden gibt es die Sprechstunden der einzelnen Lehrkräfte. Bei besonderen Anlässen können Lehrkräfte auch telefonisch über das Sekretariat erreicht werden. Jede Lehrkraft hat eine eigene E-Mail-Adresse, über die Homepage der Schule können Eltern die Lehrkraft direkt kontaktieren. Eine weitere Möglichkeit bietet das Hausaufgabenheft der SuS, in das die Eltern ihr Anliegen eintragen können. Leider sorgt die wiederholte Kürzung der Arbeitsstunden der Sekretärinnen für eine Verschlechterung der Erreichbarkeit der Schule.

        Die Mitglieder des Elternbeirates veröffentlichen ihre Kontaktdaten ebenfalls auf der Homepage. Sie stehen auch bei Sprech- oder Informationsabenden für Gespräche zur Verfügung.

        Die Eltern geben verlässlich gesundheitliche Besonderheiten ihrer Kinder bei der Anmeldung an und halten die Schule bei Änderung ihrer Daten auf dem Laufenden.

        Die Lehrkräfte erhalten durch schulinterne Lehrerfortbildung eine ständige Verbesserung ihrer Gesprächskompetenz. Die Eltern erhalten einen Leitfaden für Problemgespräche.

        Die Homepage bietet eine Vielzahl an Informationen (Fahrtenkonzept, Materialliste, Kostenzusammenstellung, Elternbriefe, Notenauszug vor den Elternsprechabenden, Formulare, E-Mail-Adressen, Berichte über Veranstaltungen, aktuelle Neuigkeiten, …).

        Wünsche/Zielsetzung

        • Ausbau des Informationsaustausches und der Zusammenarbeit der Eltern (Wahl der Klassenelternsprecher, persönliche Treffen, …)
        • Die Eltern veröffentlichen ihre Kontaktdaten auf der Homepage und im Eingangsbereich der Schule
        • Erhöhung der Arbeitsverträge der Sekretärinnen
        • Wegweiser und Beschilderung im Schulhaus
        • Eltern informieren die Schule von sich aus über wichtige Dinge, die ihr Kind betreffen: soziale und sonstige belastende Familiensituationen, psychische und physische Belastungsfaktoren

         


        3. Qualitätsbereich Kooperation

        Ziele (AKZENT-Elternarbeit)

        • Die Zusammenarbeit mit den Eltern erfolgt systematisch und koordiniert in Verantwortung der Schule. Die Schülerinnen und Schüler sind altersadäquat mit einbezogen.
        • Die Eltern beteiligen sich auf vielfältige Art und Weise am schulischen Geschehen und bringen ihre Stärken und Ressourcen ein.
        • Die Eltern unterstützen sich gegenseitig. Ebenso unterstützen sie das häusliche Lernen ihrer Kinder. Sie werden diesbezüglich von der Schule beraten.
        • Die Schulgemeinschaft ist mit Erziehungs- und Bildungspartnern in Gemeinde und Region vernetzt.

         

        Schulspezifische Situation: Gemeinsam Ziele vereinbaren, Elternkooperation fördern, Impulse für zu Hause, im Umfeld vernetzen, Elternexperten, Mithilfe anbieten und annehmen

        • Sog. Dreier-Gespräche (Eltern-Lehrer-Schüler) sind an der Schule etabliert und münden oft in Zielvereinbarungen. Neben den Zeugnissen erhalten die Eltern vor den Elternsprechabenden eine Übersicht der erzielten Noten (Notenauszug).
        • Eltern und Elternbeirat unterstützen finanziell einzelne Schüler oder fördern Projekte und Einrichtungen der Schule. Bei  Veranstaltungen der Schule sind die Eltern eine wichtige Stütze für das Gelingen der Zusammenkünfte.
        • Eltern pflegen den Austausch mit Lehrkräften und untereinander im Rahmen von sog. Elternstammtischen.
        • Eltern erhalten durch die Schule Informationen und Impulse für zu Hause (Frühstück, Umgang mit neuen Medien, Umgang mit Drogen, Lernen zu Hause, Bewältigung von Hausaufgaben, …).
        • Eine Elterndatei soll die Möglichkeit bieten, mit Expertenvorträgen durch Eltern den Unterricht zu bereichern.

         

        Die Schule zeigt mit folgenden Partnern eine sehr umfangreiche Vernetzung auf:
        Krankenkassen (AOK, Barmer, Mh plus, Debeka), Banken (Sparkasse, Raiffeisenbank), Institutionen und Einrichtungen (Polizei, ASB, VAG Nürnberg, Arbeitsagentur, Gymnasium Röthenbach, Mittelschule Röthenbach, Stadt Röthenbach, Kirchen, Mehr- generationenhaus Röthenbach, Gesundheitsamt, Jugendamt und Jugendsozialarbeit Landkreis Nürnberger Land, Montessori – FOS Lauf, Universität Bayreuth und Erlangen-Nürnberg, Gericht Hersbruck, Erziehungsberatungsstelle Lauf), Firmen (Kooperations-partner ebm pabst zeitlauf, Bolta – Werke, Tanzstudio Steinlein, Moves to fit, ADAC, Müller-Graf-Verlag Röthenbach, Buchhandlungen Hofmann und Dienstbier).


        Wünsche/Zielsetzung

        • Aufstellen einer Elterndatei für Spezialisten (Experten FürElternUnterricht-Liste)
        • Beibehalten der Klassenstunde
        • Ausbau des „Starwalker“ – Projekts auf alle Klassen
        • Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

         

        4. Qualitätsbereich Mitsprache

        Ziel (AKZENT-Elternarbeit)

        • Die Schule informiert die Eltern ausreichend über ihre Mitspracherechte und – möglichkeiten. Sie ermuntert alle Eltern, diese zu nutzen.
        • Eltern aus allen Schichten und Gruppen sind in den Elterngremien vertreten.
        • Elternvertreter und Eltern beteiligen sich an Schulentwicklungsprozessen.
        • Elternvertreter ergreifen Maßnahmen, um die Anliegen und Interessen aller Eltern zu erfahren und zu vertreten.
        • Elternvertreter wirken in externen Netzwerken der Schule mit.

         

        Schulspezifische Situation: Zur Mitgestaltung ermutigen, Netzwerke ausbauen, Elternvertreter unterstützen, alle Kinder im Blick behalten, Austausch pflegen, Gremienarbeit

        Eltern werden gezielt angesprochen, ihre Chancen zur Mitgestaltung wahrzunehmen. In fast allen Klassen sind Klassenelternsprecher gewählt, die auch als Kontaktpersonen von den Lehrkräften kontaktiert werden können. Bei Sitzungen des Schulforums findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Schülern, Eltern, Lehrkräften und Sachaufwandsträger statt. Den Mitgliedern des Elternbeirates stehen die Räumlichkeiten und Einrichtungen der Schule zur Verfügung. Fortbildungen für EB werden weitergegeben und besucht. An der Schule existiert ein Kummerkasten der Streitschlichter. Die vier (!) Verbindungs-lehrkräfte werden direkt von den SuS gewählt und sind neben den Klassenleitungen die Ansprechpartner für unsere SuS. Ein Austausch zwischen Schulleitung, Lehrkräften und EB findet auch per E-Mail statt. Die Schule ist mit vier Projekten und einem Mitglied der Steuergruppe bestens in das Netzwerk der Bildungsregion integriert.


        Wünsche/Zielsetzungen

        • Ergebnisse der Sitzungen des EB werden an Klassenelternsprecher weitergegeben und auszugsweise auf der Homepage veröffentlicht.